Den gegenwärtigen Datenstrukturen ist es seit Langem gleichgültig, welche Art von Informationen übertragen wird. Gegenwärtig heißt, auf das Festnetz bezogen: alles, was nach ISDN kommt. Auf den Mobilfunk: alles, was nach GSM kommt. ISDN und GSM hatten noch eines gemeinsam: Sie waren grundsätzlich noch auf Telekommunikation im eigentlichen Sinne ausgerichtet, nämlich auf Telefongespräche. Das brachte es mit sich, dass auch der Internetzugang bei ISDN noch mit Telefonnummern erreichbar war und in Gesprächseinheiten abrechnete. Dieses Zeitalter war mit DSL im Festnetzbereich und UTMS im Mobilfunkbereich beendet. Beide sind auf Datenübertragung ausgerichtet - auch ein Telefongespräch ist nur eine Abfolge von elektronischen Daten, die letztlich ihren Weg durch das Internet finden. Von Gesprächseinheiten kann hier keine Rede mehr sein, und deshalb hat der Begriff "Flatrate" seinen Weg in den deutschen Werbe- und Alltagssprachgebrauch gefunden. Die LTE Flatrate sieht nun nicht anders aus. Sie kommt zustande, weil sie sich der UTMS-Ressourcen bedienen kann, lediglich einer veränderten Hardware bedarf und ebenfalls dem Nutzer monatlich die Möglichkeit bietet, auf störungsfreie und unverzögerte Audio- und Videotelefonie, Livestreaming und andere Internetinhalte zuzugreifen. Derzeit gibt es nun nur zwei Orte weltweit, in welchem dieser Service abgedeckt ist: Es handelt sich um Stockholm und Oslo. In beiden Fällen ist es die Firma Telia Sonera, die es dem Nutzer für 58 Euro im Monat ermöglicht, 100 Megabit in der Sekunde zu empfangen. Mit einer solchen Gebührenberechnung wird jedoch tatsächlich erst ab Juli 2010 begonnen, nachdem ein halbes Jahr Testbetrieb abgeschlossen sein wird. Über andere, noch nicht in Betrieb genommene Flatrates dieser Art lässt sich nur annehmen, dass sie unter vergleichbaren Konditionen auf den Märkten verschiedener Länder angeboten werden. Doch dies hängt davon ab, welcher Netzbetreiber mit welchem Netzausstatter wo zusammenarbeitet. Oder davon, ob tatsächlich auch weltweit Samsung der einzige bleiben wird, der den Empfangsstick für das mobile Internet anbietet - es ist genau dieses Empfangsmodul, welches über die tatsächliche Empfangsrate beim Anwender entscheidet. Das LTE-Netz selbst könnte bis zu 300 Megabit pro Sekunde übertragen, jetzt entscheidet der Wettbewerb unter den Hardwareherstellern, welche Übertragungsleistungen tatsächlich machbar werden.